Aktuelles

Einladung zum Stammtisch der Ehemaligen

Wir wollen eine Tradition der 60er Jahre wiederaufleben lassen, die fast zwei Jahrzehnte lang Bestand hatte: der Ehemaligen-Stammtisch. Die Veranstaltung findet statt am Freitag, 20. Dezember, ab 19:00 Uhr im Balkensaal der Weinwirtschaft Friedrich-Wilhelm (Weberbach 75).

 

Der Stammtisch soll als zwangloser Treff ein Angebot an alle Ex-FWGler sein zum besseren Kennenlernen, Netzwerken, Erfahrungsaustausch oder einfach nur zum gemütlichen Beisammensein. Alle Vereinsmitglieder sind herzlich dazu eingeladen.

 

Damit der Wirt und wir ein wenig planen können, bitten wir um Anmeldung per E-Mail an info@fwg-ehemaligenverein.de bis Sonntag, 15. Dezember, mit Vor- und Nachname, Abitur-Jahrgang und Mitgliedsnummer (nicht zwingend).

 

Es besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Büfett. Der Preis beträgt circa 20 Euro und ist vor Ort zu zahlen. Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung an, ob Interesse besteht.

Historische Führung durch das alte FWG

Der Historiker Rudolf Müller bei seiner Führung. Foto: Jan Kreller

Anlässlich des diesjährigen Wiedersehenstreffens wurde vom Verein der Ehemaligen auch eine historische Führung über das alte Schulgelände in der Jesuitenstraße an-geboten. 35 Interessierte konnte der Historiker Rudolf Müller zum Start im Altarhof begrüßen, wo er eine kurze Einführung in die Entwicklungsgeschichte des Gebäude-komplexes ab dem 16. Jahrhundert gab.

 

Im Quadrathof erläuterte Müller anschließend mit Blick auf den Aulaflügel die barocke Erweiterung der Gebäude, die erst Ende 1955 an das Priesterseminar verkauft wurden. Heute noch erinnert das vom Verein der Ehemaligen 1932 errichtete Ehrenmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Lehrer und Schüler des FWG an der Außenwand der Jesuitenkirche im Quadrathof an die frühere schulische Nutzung der Gebäude.

 

Aufgrund der guten Kooperation mit dem derzeitigen Ökonom des Priesterseminars konnten die Teilnehmer auch den prächtigen barocken Lesesaal der früheren Stadt- und Schulbibliothek bestaunen. Als besondere Aufmerksamkeit informierte eine von Bibliotheksmitarbeitern eigens zusammengestellte Fotoausstellung über die Restau-rierungsgeschichte der gegen Ende des Zweiten Weltkriegs stark zerstörten Gebäude.

 

Nach einer gemeinsamen Begehung des Turnhofes mit einem Blick auf die früheren Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude der FWG-Güterverwaltung, die heute gastro-nomisch genutzt werden, und die alte Turnhalle erfolgte als abschließender Höhepunkt die Besichtigung der ehemaligen Schulaula – der heutigen Promotionsaula des Priester-seminars. Auch dieser Saal wurde in den 60er Jahren schön restauriert und wird vom FWG und anderen Veranstaltern zu festlichen Anlässen gerne genutzt.

 

Mit Dankesworten für das Interesse an der historischen Führung bei den Ehemaligen und der Aufforderung, das besondere Fest im Quadrathof anlässlich des 90-jährigen Bestehens des Vereins noch ausgiebig zu besuchen, wurde die Führung beendet. Von einigen Teilnehmern wurde noch ein weitergehendes Interesse an einer Besichtigung der ehemaligen FWG-Weinkeller geäußert.

 

Rudolf Müller

Festschrift im Buchhandel erhältlich

Redaktion und Autoren der Festschrift mit Vereinsvorstand: Christian Jöricke, Dr. Hermann Josef Krapp, Arnt Finkenberg, Dr. Corinna Dräger, Oliver Brand, Ludwig Perrot und Rudolf Müller

Zu seinem 90. Jubiläum hat der Verein der Ehemaligen des Friedrich-Wilhelm-Gymna-siums Trier eine Festschrift herausgegeben. Das 64 Seiten umfassende Heft beinhaltet neben einem Rückblick des Historikers Rudolf Müller auf die wechselvolle Geschichte des 1928 gegründeten Vereins auch einen Beitrag des ehemaligen Schulleiters Dr. Hermann Josef Krapp über das besondere Verhältnis von Schule und Verein.
 

Weitere Beiträge sind ein Rückblick des langjährigen Schatzmeisters Ludwig Perrot über die Wiedergründung des Vereins nach dem Zweiten Weltkrieg sowie der spannende
Erlebnisbericht des ehemaligen Schülers Hans Hermann Spoo über das letzte Schuljahr (1943/44) am alten Standort des Gymnasiums in der Jesuitenstraße, dem heutigen Bischöflichen Priesterseminar.

 

Besonders stolz sind die Herausgeber, dass die Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels 2018, Aleida Assmann, für einen Gastbeitrag zum Thema „Jubiläen – Lotterie der Geschichte oder Denkmäler in der Zeit“ gewonnen werden konnte.

 

Die Festschrift ist zum Preis von 10,00 € im Trierer Buchhandel oder direkt über den Verein erhältlich (ISBN 978-3-00-062793-4).

Neues Logo: Tradition des Vereins und Beziehung zur Schule

Der Verein der Ehemaligen hat ein neues Logo. Bei der Mitgliederversammlung am 24. Mai stellte es der Vorstand offiziell vor.

 

Zwei Motive standen zuletzt zur Auswahl, mit großer Mehrheit fiel die Entscheidung zuguns-ten dieser Grafik. Entworfen hat sie Marcel Herrig (Abiturjahrgang 1983), der als Abiturient auch schon die Karl-Marx-Schrifttafel an der Fassade des FWG gestaltete.

 

Der Diplom-Designer orientierte sich bei seiner Arbeit an einer historischen Zeichnung aus dem Archiv des Ehemaligenvereins. Im Logo sollte sich zum einen die Tradition des Vereins widerspiegeln und zum anderen die Beziehung zur Schule. Durch die Dar-stellung des ehemaligen Schulgebäudes in der Jesuitenstraße und die Verwendung derselben Farben wie die des aktuellen FWG-Logos sowie die grobe Konturierung des Bauwerks kommt hier beides zum Ausdruck.

 

Das neue Logo findet sich nicht nur auf unserer Website, sondern auch auf dem Um-schlag der Festschrift zum 90. Vereinsjubiläum.

Wiedersehenstreffen und 90-Jahr-Feier

In diesem Jahr organisiert der Verein der Ehemaligen nicht nur ein Wiedersehenstreffen, sondern feiert auch sein 90. Jubiläum mit einem Fest. Hier finden Sie das Programm zu beiden Veranstaltungen.

Programm Neunzigjahrfeier.pdf
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Karl Marx, Oswald von Nell-Breuning und Joseph Höffner im Vergleich

Mit gleich drei berühmten FWG-Abiturienten beschäftigte sich Prof. em. Dr. Dr. Wolfgang Ockenfels, vormals Lehrstuhlinhaber für christliche Sozialwissenschaften an der Theologischen Fakultät Trier, am 25. Juli 2018 in einem gut besuchten Vortrag im Museum am Dom. Dass die Gemeinsamkeiten zwischen dem Sozialrevolutionär Karl Marx (Abitur 1835) und seinen beiden Konabiturienten Nell-Breuning (Abitur 1908) und Höffner (Abitur 1926) überwiegend äußerlicher Natur seien, machte Ockenfels von Anfang an klar. 

Dr. Corinna Dräger, Prof. em. Dr. Dr. Ockenfels und die Museumsmitarbeiterin Kirstin Mannhardt

Tatsächlich setzten sich die beiden katholischen Priester und Sozialethiker Nell-Breuning und Höffner stets für eine evolutionäre und sozialreformerische Entwicklungsperspektive hin zu einer sozialen Marktwirtschaft ein, während bei Marx die Vorstellung einer gewaltsamen revolutionären Umwälzung mit dem erwünschten Resultat einer Diktatur des Proletariats das perspektivische Denken dominierte. Laut Ockenfels hat bei Höffner die Verbindung von sozialer Gerechtigkeit mit sozialer Liebe und von Christentum und Menschenwürde eine zentrale Rolle gespielt; er habe damit das Zweite Vatikanum und die päpstliche Lehrmeinung in der Nachkriegszeit beeinflusst.

 

Die Frage nach einer gerechten Wirtschaftsordnung und einer sozialen Bändigung des entfesselten Kapitalismus beschäftigte auch zeitlebens den Jesuiten Nell-Breuning, dessen prägenden Einfluss auf die päpstliche Sozialenzyklika „Quadragesimo anno“ von 1931 Ockenfels hervorhob. Zwar habe Marx bereits 1848 im „Kommunistischen Manifest“ einen visionären Blick auf den weltweit agierenden Kapitalismus entwickelt, jedoch hätten Nell-Breuning und vor allem Höffner (der spätere Kardinal und Erzbischof von Köln) vorwärtsweisende Gedanken zu einem weltweiten gerechten Ausgleich entwickelt - in einer immer stärker globalisierten Welt ebenfalls visionäre Gedanken.

 

Rudolf Müller

Der katholische Anti-Marx

Vortrag über Oswald von Nell-Breuning in der Stadtbibliothek

Prof. Dr. Michael Embach, Dr. Corinna Dräger, Prof. em. Dr. Hans Günter Hockerts, Oliver Brand

Das Verhältnis von Oswald von Nell-Breuning (FWG-Abiturient 1908) zu Karl Marx stand im Zentrum eines sehr gut besuchten Vortrags von Prof. em. Dr. Hans Günter Hockerts (Abitur 1963) am 4. Juni 2018 im Lesesaal der Stadtbibliothek Trier.

 

Der Zeithistoriker Hockerts beschrieb Nell-Breuning als den „Nestor“ der katholischen Soziallehre im 20. Jahrhundert mit großem Anklang bei Sozialpolitikern und Gewerkschaften in der frühen Bundesrepublik Deutschland. Der Jesuit Nell-Breuning habe Karl Marx überwiegend als „Irrlehrer“ angesehen, so Hockerts, und insbesondere dessen kämpferischen Atheismus, seine Vorstellung vom historischen Materialismus und seine eingeschränkte Sichtweise auf den Staat als Komplizen der kapitalistischen Ausbeuter nachdrücklich abgelehnt.

 

Im Gegensatz zu Marx sei es Nell-Breuning nicht um einen revolutionären Umsturz der kapitalistischen Verhältnisse, sondern um eine Reform der Marktwirtschaft mit dem Ziel einer Sozialpartnerschaft von Arbeitgebern und Gewerkschaften gegangen. Dabei standen die paritätische Mitbestimmung der Arbeitnehmer in den großen Unternehmen und eine veränderte Vermögensverteilung in Form des Investivlohnes für Nell-Breuning ganz oben an. Auch für die dynamische Rente von 1957 habe er sich eingesetzt, so Hockerts, der Nell-Breuning als heute immer noch anregenden Sozialethiker qualifizierte.

Rudolf Müller

Wo Marxens Ahnen ruhen

Führung über den jüdischen Friedhof an der Weidegasse in Trier-Süd

Peter Szemere, der sich als evangelischer Christ durch seine Bildungs- und Öffentlich-keitsarbeit sehr für die jüdische Gemeinde Triers engagiert, führte im Rahmen des diesjährigen Wiedersehenstreffens am 26. Mai 2018 knapp 40 Abiturjubilare ver-schiedener Altersstufen sowie spontan hinzugestoßene Anwohner der angrenzenden Gilbertstraße und Weidegasse über den alten jüdischen Friedhof in Trier-Süd.

Angefangen beim Begräbnis- und Trauerritual erklärte er den interessierten Teilnehmern in der rund eineinhalbstündigen Führung über das 3481 Quadratmeter große Gelände die verschiedenen Grabsteintypen und -formen, deren Symbolik und Beschriftung. Zudem stellte Szemere Gräber bekannter jüdischer Gemeindemitglieder vor - darunter die Begräbnisstätten des Urgroßvaters und Großvaters väterlicherseits von Karl Marx (1818-1883), Schüler des FWG von 1830-1835.
 

Dr. Corinna Dräger

Neuer Vorstand gewählt

Verein der Ehemaligen mit komplett neuem Team

Der neue Vorstand: Oliver Brand, Christian Jöricke, Dr. Corinna Dräger und Arnt Finkenberg

Der Verein der Ehemaligen hat einen neuen Vorstand: Bei der Mitgliederversammlung am 26. Mai 2018 wurde Corinna Dräger zur neuen Vorsitzenden gewählt. Christian Jöricke übernimmt die Geschäftsführung. Komplettiert wird das Team durch Oliver Brand als Schatzmeister und Arnt Finkenberg als Schriftführer.

 

Corinna Dräger und Arnt Finkenberg sind damit nicht mehr Mitglied im Beirat. Neu hineingewählt wurden die ehemaligen Vorstandsmitglieder Christian Hank und Dr. Peter Schüller. Die ehemalige Geschäftsführerin Mechthild Ludwig und der ehemalige Vorsitzende Rainer Richarts sind neue Ehrenmitglieder im Beirat.

Der beklaute Marx

Vortrag über das Findbuch des neuen FWG-Archivs

Anlässlich der Präsentation des neuen Findbuches zum Archivbestand des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums, welcher als Depositum im Stadtarchiv Trier verwahrt wird und dort zur Nutzung offensteht, hielt der wissenschaftliche Bearbeiter Dr. Wolfgang Hans Stein (Foto Mitte) am 24. Mai 2018 im Foyer des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums einen vielbeachteten Vortrag zum Thema „Der beklaute Marx“.

 

Es ging dabei um den Verbleib der Abiturarbeiten und schulischen Begleitunterlagen des FWG-Abiturienten Karl Marx von 1835, die in den 1920er Jahren für dokumentarische Zwecke der Marx-Forschung aussortiert wurden und dann in den 1930er Jahren verschollen sind. Dr. Stein konnte anhand von Belegstücken aus dem FWG-Archiv nachweisen, dass die Marx-Dokumente sich zuletzt im Besitz des SPD-Vorstands zu Berlin befanden und wahrscheinlich für die Einrichtung eines Karl-Marx-Museums in Trier, dessen Eröffnung für den 14. März 1933 geplant war, vorgesehen waren.

 

Durch die Beschlagnahmung des Karl-Marx-Hauses durch die Nationalsozialisten im Gefolge der Machtergreifung Hitlers 1933 gingen auch die Originale der Abiturarbeiten von Karl Marx verloren und existieren nur noch in Gestalt einer 1925 angefertigten Verfilmung, die in einem Moskauer Archiv ruht. Eine spannende archivalische Kriminalgeschichte.

Rudolf Müller

Kontakt

Verein der Ehemaligen
des FWG Trier e. V.

 

Postfach 1107
54321 Konz

E-MAIL:

info[at]fwg-ehemaligenverein.de

 

BANKVERBINDUNG:

Sparkasse Trier

IBAN:

DE41 5855 0130 0000 9822 49

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